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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 721 mal aufgerufen
 LKWs
technikfan Offline




Beiträge: 76

19.11.2017 21:20
Baubericht: 3-Achs Rundmuldenkipper der Firma Schmuttermair Zitat · antworten

Hallo zusammen,

da es bei meinem Käfer derzeit an der Lenkung hakt, habe ich beschlossen, einen LKW mit Rundmuldenkipper der Firma Schmuttermair zu bauen. Da das Fahrzeug schon fertig ist, schreibe ich einen (rückblickenden) Baubericht. Ich gliedere ihn jetzt einfach mal in zwei Teile. Der 1. Teil ist über die 3-Achs Zugmaschine und der 2. Teil über den Rundmuldenkippauflieger.

Jetzt noch zuerst eine Übersicht mit den verbauten Teilen:
# Empfänger: rx47 in der Car-Version
# 180 mAh Akku im Fahrerhaus
# Doppelachsgetriebe von Sven Löffler
# MotortinyII von Klaus
# die gefräste Vorderachse von Mikromodellbau
# normales Hobbyking Servo
# weiche Reifen von Sven Löffler
# Warnlicht-Tiny von Sven Löffler
# Kippantrieb von Sven Löffler
# 8-Pin Stecker und Buchse zur Verbindung von LKW und Auflieger
# 34 LEDs (22 in der Zugmaschine und 12 im Auflieger)
# An- und Ausschalter
# Ladebuchse mit 1,27 mm Rastermaß
# Stecker und Buchse mit 1,0 mm Rastermaß als Verbindung zwischen LKW und Fahrerhaus


Also los geht’s mit Teil 1:
Als erstes habe ich meinen Arbeitstisch aufgeräumt, das Modell zerlegt und dann überlegt, welche Lichtfunktionen er alles bekommen soll. Anschließend habe ich die 34 LEDs verbaut, die Kabel verlegt und mit Widerständen auf einer gemeinsamen Platine versehen. Dann habe ich alle Kabel zusammengefasst und Richtung Fahrerhaus, in das der Empfänger kommt, verlegt. Da ich das Licht (Scheinwerfer, Zusatzscheinwerfer, Positionslichter, Seitenbegrenzungsleuchten, Rücklichter und Zusatzrücklichter) dimmbar machen wollte, habe ich alle Kabel von diesen LEDs auf einen „F-Pin“ beim Empfänge gelötet.
Dann habe ich den Tank ausgehöhlt, so dass der An- und Ausschalter und die Ladebuchse hinein passen. Danach habe ich die zwei Teile miteinander verkabelt und die restlichen Kabel seitlich aus dem Tank herausgeführt. Anschließend habe ich den Rahmen ausgefräst und danach das Doppelachsgetriebe von Sven Löffler hineingeklebt. Dann habe ich den MotortinyII von Klaus auf die Unterseite vom Getriebe geklebt und mit dem Getriebe verkabelt.
Da ich das Getriebe testen wollte, habe ich den MotortinyII mal mit dem Empfänger verkabelt. Zuerst habe ich dann den Empfänger gebunden und in der Fernsteuerung mir ein Modell angelegt und entsprechend geändert. Dann wollte ich das Getriebe testen, aber es hat keinen Mucks gemacht. Das Komische war auch, dass, sobald das Minuskabel vom MotortinyII mit am Akku war, der Empfänger auch nicht mehr anging. Sobald das Kabel weg war, ging der Empfänger wieder.
Am Getriebe direkt konnte es nicht liegen, da ich es direkt am Akku etwas einlaufen lassen habe. Also musste es am MotortinyII oder an meiner Verkabelung liegen. Ich habe meine Kabel nochmal mehrmals auf die Zuordnung geprüft. Diese stimmte, also musste es irgendwie am MotortinyII liegen oder an einer schlechten Lötverbindung. Die Lötpunkte habe ich ebenfalls nochmal geprüft und teilweise nochmal nachgelötet. Aber das Getriebe fuhr immer noch nicht. Ich war schon kurz davor, Klaus zu fragen. Aber nach zwei Tagen Suchen ist mir eingefallen, ich könnte mal schauen ob ich was zusammengelötet habe. Und richtig, ich habe zwei kleine Füsschen vom MotortinyII zusammengelötet. Das war aber so gering, dass es mir davor nicht aufgefallen ist. Dies ist wahrscheinlich passiert, als ich die Kabel angelötet hatte und etwas zu viel Lötzinn am Lötkolben hatte. Als ich den Rest mit Entlötlitze und etwas Lötfett entfernt hatte, hat alles so funktioniert, wie es sollte.
Da ich zum Getriebe-Einbau am Rahmen so viel wegfräsen musste und dabei die Halterung für die Kotflügel durchtrennen musste, habe ich meine zwei Kotflügelhälften seitlich an den Rahmen festgeklebt. Zusätzlich musste ich durch das Wegfräsen den Rahmen vorne in Richtung Vorderachse verstärken. Das habe ich mit viereckigen Messingprofilen gemacht, die ich miteinander verlötet habe. In den verstärkten Rahmen habe ich die Achshalterung der gefrästen Vorderachse von MikroModellBau.de eingeklebt. Anschließend habe ich den „Unterrahmen“ vom Fahrerhaus mit Kotflügeln auf meinem mit Messingprofilen verstärkten Rahmen geklebt. Danach habe ich die Inneneinrichtung mit Sitzen darauf befestigt. Anschließend habe ich das Servo zwischen den Sitzen ausgerichtet und festgeklebt. Als der Kleber trocken war, habe ich versucht, die Anlenkung zum Servo zu machen. Der erste und der zweite Versuch scheiterten. Entweder zu kurz oder zu nah. Also habe ich mal im Forum geschaut, wie es die anderen machen und mir jetzt eine Anlenkung aus Messingdraht gebogen und mit Lötzinn verstärkt. Anschließend habe ich die Servowelle und die Unterseite der Anlenkung etwas angeschliffen und geklebt. Nach einem Fahrtest hat sich die Anlenkung wieder gelöst. Dann habe ich es mit Sekundenkleber probiert, was aber dazu geführt hat, dass ich die Servowelle festgeklebt habe. Zum Glück war der Kleber noch nicht ganz fest, und ich konnte das Servo mit einer Zange und leichter Gewalt wieder gängig machen. Da ich keinen anderen Kleber mehr zuhause hatte, habe ich mir 2Komponentenkleber bestellt. In der Zwischenzeit habe ich auf meine Inneneinrichtung mit Sitzen eine viereckige Messingstange geklebt, auf diese sollte dann der (vorher isolierte) Empfänger kommen. Dieser sollte auf die Sitze, da ich das Fahrerhaus steckbar machen wollte. Bei einem Test mit dem Fahrerhaus erwies es sich dann aber als zu hoch. Also habe ich die Messingstange wieder herunter gerissen und den Empfänger direkt auf die Sitze mit zwei Klebepunkten befestigt. Jetzt passt das Fahrerhaus drauf. Bevor ich den Empfänger dann verkabelt habe, habe ich mir erstmal einen Plan gemacht, mit welchen Hebel und welchem Schalter ich an der Fernsteuerung was steuern möchte. Dann habe ich am Empfänger nach den passenden Ausgängen und den Kanälen geschaut. Ich konnte fast alles direkt zuordnen. Nur einen Ausgang habe ich umprogrammiert.
Anschließend habe ich mit dem Fahrerhaus weitergemacht und Widerstände für die Rundumlichter und die Positionslichter auf eine Platine gelötet und anschließend verkabelt und ins Dach vom Fahrerhaus geklebt. Danach habe ich den Warnlicht-Tiny von Sven Löffler ebenfalls mit den LEDs verkabelt und auch unters Dach geklebt. Sven, müsste dein Tiny nicht Rundumlicht-Tiny heißen ?! :)
Danach habe ich die Rundumleuchten provisorisch an den Empfänger gelötet und getestet. Dabei habe ich festgestellt, dass trotz zwei gleicher Widerstandswerte die eine LED deutlich heller leuchtet. Also habe ich geschaut, welcher Widerstand das ist und dann ganz vorsichtig mit dem Lötkolben im Fahrerhausdach ausgelötet. Dabei musste ich aufpassen, dass ich mein Fahrerhaus nicht schmelze. Den Widerstand habe ich ausgetauscht gegen einen mit dem nächst kleineren Wert. Nach dem Test war es mir immer noch zu ungleich, und ich habe das Prozedere nochmal wiederholt. Jetzt ist es zwar immer noch nicht ganz gleich, aber nun kann ich damit leben, und es fällt jetzt nur noch auf, wenn man es weiß. Anschließend habe ich wieder die Kabel zusammengefasst und an den Rand gedrückt. Dann habe ich die Kabel an eine vierpolige Buchse mit Rastermaß 1.0 gelötet. Anschließend habe ich an den Stecker ebenfalls vier Kabel gelötet.
Danach habe ich den Akku mit der Stromversorgung vom LKW verbunden und hinter die Sitze ins Fahrerhaus gestellt. Den Akku hab ich auf der Vorderseite schwarz angemalt, damit er im Fahrerhaus nicht auffällt. Dann kam der große Moment, das Fahrerhaus auf den LKW zu setzen. Es war recht knapp, ging aber problemlos drauf. Jetzt sieht mein LKW doch schon sehr viel mehr nach LKW aus. Als ich die ganze Technik im Fahrerhaus verbaut hatte, habe ich die Kabel der LEDs, das Getriebe und andere Anbauteile mit Farbe an den LKW-Rahmen angepasst. Als die Farbe trocken war, habe ich zwischen das Getriebe und das Fahrerhaus noch einen Buchse mit 8 pins verbaut. Dazu musste ich den Rahmen innen etwas breiter feilen. Anschließend habe ich die Buchse mit zwei Tropfen Sekundenkleber befestigt. Danach habe ich an die Buchse die vorher schon an den Empfänger gelöteten Kabel in der richtigen Reihenfolge angelötet. Danach habe ich mein Modell ans Ladegerät gehängt und den Akku aufgeladen. Anschließend kam der erste (richtige) Fahrtest mit dem fertigen LKW. Alle LEDs haben geleuchtet, bis auf einen Zusatzscheinwerfer. Das lasse ich jetzt aber und sehe das als „Arbeitsspuren“. Die Rundumlichter blinken auch schön und Fahren tut er jetzt auch prima. Bisher hebt der Lenkhebel nach drei ausführlichen Tests noch. Ich hoffe das bleibt so. Es macht richtig Spaß, mit meinem LKW und mit (oder ohne) Auflieger durch die Gegend zu fahren.

Und weiter geht es mit Teil 2:
Ich habe zuerst die Kippmulde entfernt und dann den Rahmen über den Achsen ausgefräst, damit der Kippantrieb von Sven Löffler darin Platz findet. Nachdem genug weggefräst wurde, konnte ich den Kippantrieb in den Rahmen kleben. Anschließend habe ich die Rücklichter nebeneinander auf eine Blisterfolie geklebt und ausgeschnitten, danach diese dann an die Kotflügel vom Auflieger geklebt und mit Farbe versteckt. Dann habe ich die Kabel nach vorne gelegt und noch zusätzlich 2 Löcher pro Seite gebohrt. Die Löcher sind für die Kabel für die Seitenbegrenzungleuchten. Diese habe ich jetzt im nächsten Schritt seitlich auf den Rahmen vom Auflieger geklebt. Jetzt gibt es 2 Seitenbegrenzungleuchten pro Seite. Die Kabel für Licht habe ich jetzt wieder zusammengefasst und noch Widerstände für die LEDs herausgesucht. Diese auf eine Platine gelötet und verkabelt. Die Kabel habe ich alle nach vorne geführt und an einen 8 pin Stecker gelötet. Beim Test des Kippantriebes habe ich aber leider zuerst in die falsche Richtung gesteuert und die Welle hat sich leicht nach oben gebogen. Zum Glück habe ich es noch rechtzeitig gemerkt. Ich habe die Welle wieder leicht nach unten gedrückt und mit einem Tropfen Kleber verstärkt. Jetzt kippt er wider einwandfrei. Da bei Stecker zu dicke Kabel dran waren, ist der Auflieger nur gerade hinterher gelaufen und nicht um Kurven. Ich habe die Kabel etwas nach rechts und links gezogen, damit es beweglicher wird. Dabei habe ich aber zwei Kabel abgerissen. Ich habe die Kabel vom Stecker gekürzt und alle durch dünnen Lackdraht ersetzt. Dabei habe ich nochmal drei Kabel abgerissen. Die kurzen Kabel habe ich auf eine Platine gelötet und von der anderen Seite ebenfalls mit Lackdraht verlängert und dann an den Stecker gelötet. Anschließend habe ich die ganzen Kabel mit etwas grauer und schwarzer Farbe an der Rahmen angepasst und somit „versteckt“. Beim Test mit dem LKW läuft der Auflieger jetzt um deutlich engere Kurven. Ich muss noch die Kabel unten am Rahmen vom Auflieger fixieren, damit sie sich nicht am LKW verhaken und den Lenkeinschlag begrenzen.

Irgendetwas habe ich jetzt vergessen, da ich das alles nur aus meiner Erinnerung und anhand von ein paar Bilder mir überlegt und dann geschrieben habe. Also wenn etwas unklar ist, ruhig nachfragen.

Vom Bau habe ich leider nicht sehr viele Bilder, da ich in den Ferien den LKW fertig bekommen wollte Ein paar habe ich aber dennoch. Deswegen gibt es jetzt mehr Bilder vom fertigen LKW. Wegen unserem langsamen Internet lade ich die Bilder erst Morgen hoch.

Grüße von der Alb
Stefan

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Alle sagten das geht nicht, und dann kam einer, der das nicht wusste und hat es einfach gemacht

Sven Löffler Offline

Admin


Beiträge: 3.415

19.11.2017 23:10
#2 RE: Baubericht: 3-Achs Rundmuldenkipper der Firma Schmuttermair Zitat · antworten

Hallo Stefan,

da bin ich ja mal auf Fotos gespannt. Der Warnlicht Tiny heißt Warnlicht Tiny, weil er sowohl Rundumlicht ( mit PWM ), als aus moderne Doppelblitzer kann.

technikfan Offline




Beiträge: 76

20.11.2017 19:08
#3 RE: Baubericht: 3-Achs Rundmuldenkipper der Firma Schmuttermair Zitat · antworten

So, hier sind die versprocchenen Bilder:
Es sind noch ein paar Bilder vom Bau dabei und dannnoch vom fertigen Modell mit Beleuchtung.

Grüße von der Alb
Stefan|addpics|7ng-3-2c7e.jpg,7ng-4-eaf1.jpg,7ng-7-f898.jpg,7ng-6-0432.jpg,7ng-5-7a88.jpg,7ng-8-32a3.jpg,7ng-9-086a.jpg,7ng-a-a269.jpg,7ng-b-b73e.jpg,7ng-c-6fc1.jpg,7ng-d-da8a.jpg,7ng-e-8758.jpg,7ng-f-756b.jpg,7ng-g-b0d3.jpg,7ng-h-f597.jpg,7ng-i-65c8.jpg,7ng-j-eaaa.jpg,7ng-k-383d.jpg,7ng-l-e176.jpg,7ng-m-daff.jpg,7ng-n-575e.jpg,7ng-o-78eb.jpg|/addpics|

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Alle sagten das geht nicht, und dann kam einer, der das nicht wusste und hat es einfach gemacht

technikfan Offline




Beiträge: 76

20.11.2017 19:35
#4 RE: Baubericht: 3-Achs Rundmuldenkipper der Firma Schmuttermair Zitat · antworten

Hallo zusammen,
Ich habe noch ein paar mehr Bilder mit Licht:

Grüße von der Alb
Stefan|addpics|7ng-p-67f8.jpg,7ng-q-ac42.jpg,7ng-r-f3ca.jpg,7ng-s-4d72.jpg,7ng-t-916c.jpg,7ng-u-6bbd.jpg,7ng-v-e4d7.jpg|/addpics|

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Alle sagten das geht nicht, und dann kam einer, der das nicht wusste und hat es einfach gemacht

Noach Offline



Beiträge: 15

20.11.2017 19:57
#5 RE: Baubericht: 3-Achs Rundmuldenkipper der Firma Schmuttermair Zitat · antworten

Hallo Stefan,

Ein tolles Buch hast du dort geschrieben.
Das Endergebnis sieht aber klasse aus. Respekt!!

Gruß. Noach.

Auch Holländer lieben 1:87 RC

frankeisenbahn Offline



Beiträge: 193

20.11.2017 20:00
#6 RE: Baubericht: 3-Achs Rundmuldenkipper der Firma Schmuttermair Zitat · antworten

Hallo Stefan,
das ist ein sehr schönes Modell, mit dem Du sehr viel Spaß haben wirst. Die umfangreiche Beleuchtung wirkt gut. Deine Baubeschreibung gefällt mir ausgesprochen gut. Mit den diversen Rückschlägen ist das sehr realistisch. Mir ging das bisher auch bei allen Projekten so ähnlich.
Grüße
Frank

technikfan Offline




Beiträge: 76

22.11.2017 22:19
#7 RE: Baubericht: 3-Achs Rundmuldenkipper der Firma Schmuttermair Zitat · antworten

Hallo zusammen,
Danke für die Blumen
Ja, Licht finde ich in so kleinen Modellen auch immer super, weswegen ich auch (bisher) immer welches reingebaut habe. Die Probleme wurden beim LKW schon weniger. Je mehr ich baue, desto besser klappts. Das muntert auf, wenn es anderen auch so geht und es gerade bei einem selber (am Käfer) nicht so klappt.

Grüße von der Alb
Stefan

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